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GLP-1-Peptide im Vergleich: mono, dual, triple und Glukagon

✦ Kurz gesagt
GLP-1-Peptide nach Rezeptor-Target vergleichen: Semaglutid, Tirzepatid, Retatrutid und Survodutid. RUO, unabhängig getestet über das unabhängige Labor.

Forschungskontext (RUO): Dieser Hub vergleicht die Inkretin-Peptide (GLP-1 und verwandte Agonisten), die in der Forschung zu Stoffwechsel und Gewicht untersucht werden. Alle genannten Substanzen werden ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung geliefert und sind nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch bestimmt.

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GLP-1-Peptide im Vergleich: mono, dual, triple und Glukagon

GLP-1-Peptide im Vergleich: Mono- (GLP-1), Dual- (GLP-1/GIP) und Triple-Agonisten (mit Glukagon), wie im RUO-Kontext erforscht.GLP-1-KLASSEN IM VERGLEICH · RUOMono1 RezeptorGLP-1z. B. SemaglutidDual2 RezeptorenGLP-1 + GIPz. B. TirzepatidTriple3 Rezeptoren+ Glukagonz. B. Retatrutid
Schematischer Vergleich von Mono-, Dual- und Triple-Agonisten, wie im RUO-Kontext erforscht.

Die GLP-1-Familie wächst schnell, und man verliert leicht den Wald vor lauter Bäumen. Der Schlüssel ist einfach: Es geht um auf wie viele Hormonrezeptoren ein Molekül gleichzeitig wirkt. Von einem Rezeptor (mono) über zwei (dual) zu drei (triple) — und jeder Schritt geht in Studien mit einem größeren Effekt einher. Diese Seite ist ein Übersicht (Hub): Wir stellen die Generationen nebeneinander und verweisen auf den separaten Artikel pro Peptid.

Die Rezeptoren in Kürze

Nach einer Mahlzeit schütten die Därme Hormone aus, die den Stoffwechsel steuern. Drei sind hier wichtig: GLP-1 (Sättigung, langsamere Magenentleerung), GIP (Mitregulator der Insulinantwort) und Glucagon (der den Energieverbrauch und den Leberstoffwechsel betrifft). Ein Molekül, das einen oder mehrere dieser Rezeptoren aktiviert, wird als Agonist bezeichnet. Je mehr Rezeptoren, desto breiter der metabole Effekt in der Forschung.

Die Generationen in einer Tabelle

TypPeptidRezeptoren
MonoSemaglutid / LiraglutidGLP-1
DualTirzepatidGIP + GLP-1
Dual (Glucagon)SurvodutidGLP-1 + glucagon
TripleRetatrutidGIP + GLP-1 + glucagon
AmylinCagrilintid (in CagriSema)Amylin-Weg

Mono — die Basis

Semaglutid wirkt auf einen Rezeptor (GLP-1) und ist der Maßstab, an dem der Rest gemessen wird. Liraglutide ist der tägliche Vorläufer aus derselben Klasse.

Dual — zwei Wege

Tirzepatid fügt GIP zu GLP-1 hinzu, während Survodutid GLP-1 mit Glukagon kombiniert (und vor allem im Zusammenhang mit Leberverfettung untersucht wird). Ein direkter Vergleich der ersten beiden Generationen steht in Semaglutid vs. Tirzepatid.

Triple & Kombinationen

Retatrutid erreicht alle drei Rezeptoren (GIP, GLP-1, Glukagon). Daneben gibt es Kombinationen wie CagriSema — Semaglutid plus das Amylin-Analogon Cagrilintid. Der vollständige Dreiwege-Vergleich steht in Retatrutide vs Tirzepatide vs Semaglutide.

Qualität & Reinheit

Jede relevante Charge wird unabhängig von einem externen Labor per HPLC getestet; das CoA ist pro Charge öffentlich verifizierbar. Siehe auch warum wir eine Charge abgelehnt haben.

Was die Studien im direkten Vergleich zeigen

Rezeptorprofile sagen etwas über den Mechanismus aus, aber nicht automatisch etwas über das Ergebnis. Nachfolgend die stärkste bislang veröffentlichte Gewichtsveränderung pro Generation. Wichtig: Laufzeiten und Teilnehmergruppen unterscheiden sich, daher ist dies eine Größenordnung und keine Rangliste.

GenerationPeptidLaufzeitGewichtsveränderung
MonoSemaglutid72 Wochenminus 13,7 Prozent
DualTirzepatid72 Wochenminus 20,2 Prozent
TripleRetatrutid48 Wochenminus 24,2 Prozent

Die ersten beiden Zeilen stammen aus derselben Head-to-Head-Studie und sind daher untereinander vergleichbar; die dritte stammt aus einer separaten Phase-2-Studie mit kürzerer Laufzeit. Mehr Details stehen in Semaglutid vs. Tirzepatid und Retatrutid-Forschung.

Amylin: der Weg neben dem Inkretinsystem

Alle oben genannten Peptide wirken über Inkretinrezeptoren. Amylin-Analoga tun etwas anderes: Sie ahmen das Hormon Amylin nach, das gemeinsam mit Insulin aus den Betazellen freigesetzt wird und die Sättigung über einen eigenen Weg im Hirnstamm steuert. Weil dieser Mechanismus neben und nicht anstelle von GLP-1 wirkt, wird in der Forschung vor allem auf Kombinationen geschaut. Cagrilintid mit Semaglutid ist dafür das bekannteste Beispiel; Petrelintid, Eloralintid und Bioglutid befinden sich in früheren Phasen.

Der vollständige Vergleich beider Klassen steht in Amylin versus Inkretin.

Oral oder injizierbar?

Peptide überstehen den Magen-Darm-Trakt normalerweise schlecht: Magensäure und Enzyme bauen die Kette ab, bevor etwas in den Blutkreislauf gelangt. Semaglutid ist bislang das einzige Inkretinpeptid mit einer oralen Form, die dieses Problem umgeht, dank eines Hilfsstoffs, der die Aufnahme in der Magenwand lokal verbessert. Die Bioverfügbarkeit bleibt dabei niedrig, was erklärt, warum die oralen Dosen um das Zehn- bis Hundertfache höher liegen als die injizierbaren. Für die Laborforschung ist das vor allem deshalb relevant, weil gefriergetrocknetes Peptid für die Forschung immer auf der injizierbaren Form basiert.

Wie wählt man in der Forschung einen Vergleichspunkt?

Wer in einem RUO-Kontext zwei Peptide nebeneinanderstellt, stößt schnell auf drei Fallstricke. Der erste ist die Dosisäquivalenz: 1 mg Retatrutid ist nicht dasselbe wie 1 mg Semaglutid, weil die Rezeptoraffinität je Substanz unterschiedlich ist. Der zweite ist die Laufzeit, denn die Kurven laufen bei allen Inkretinen erst nach dreißig bis vierzig Wochen auseinander. Der dritte ist das Aufdosierungsschema: nahezu jedes Protokoll baut die Dosis schrittweise auf, und ein Vergleich am Endpunkt ohne gleiches Aufbauschema sagt wenig aus. Wer diese drei angleicht, behält einen brauchbaren Vergleich.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen mono, dual und triple?
Die Anzahl der Rezeptoren, die ein Peptid gleichzeitig aktiviert: einer (mono, z. B. Semaglutid), zwei (dual, z. B. Tirzepatid) oder drei (triple, Retatrutid). In Studien geht jeder zusätzliche Rezeptor mit einem größeren metabolischen Effekt einher.

Was macht Glukagon in diesem Kontext?
Die Glukagon-Aktivierung wird in der Forschung mit einem höheren Energieverbrauch und dem Fettabbau in der Leber in Verbindung gebracht. Survodutid (GLP-1 + Glukagon) und Retatrutid (dreifach) machen sich das zunutze.

Welches ist das stärkste?
In veröffentlichten Studien meldete Retatrutid die höchsten Werte, aber die Studien unterscheiden sich in Aufbau und Phase. “Neuer” oder “in einer Studie stärker” bedeutet nicht automatisch besser für jedes Forschungsziel.

Was ist CagriSema?
Eine Kombination aus Semaglutid und dem Amylin-Analogon Cagrilintid, die auf zwei verschiedene Stoffwechselwege wirkt.

Darf ich diese Peptide verwenden?
Nein. Alle GLP-1- und verwandten Peptide sind ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung (RUO) bestimmt, nicht für Mensch oder Tier.

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Quellen: Retatrutid Phase 2, NEJM 2023 · SURMOUNT-1 (Tirzepatid), NEJM 2022 · STEP 1 (Semaglutid), NEJM 2021

Research Use Only. Alle Produkte werden ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung geliefert. Nicht für diagnostische oder therapeutische Anwendungen bei Menschen oder Tieren bestimmt und nicht von der EMA oder FDA zugelassen.

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